Das Konzept Partizipation im Vergleich

Kommentare, Konzepte und Leitbilder

Latouche sieht die Entwicklung von selbst organisierten Bioregionen in der Tradition einer Kommunenbewegung. Diese stünden jedoch in dem demokratischen Dilemma, dass sich durch ihre lokale Verankerung zwar demokratische Kontrolle vereinfache, sich zugleich aber auch ihre Einflussmöglichkeiten reduzierten, indem sie sich auf ihre Region beschränkten. Entscheidend sei jedoch nicht die Ausweitung der Einflussmöglichkeiten, sondern die Existenz lokaler Projekte, in welchen partizipativ eine Region im Interesse der Allgemeinheit bewahrt werde. Nicht die Größe des Territoriums sei entscheidend, sondern ob die Identität global oder lokal sei. Partizipative Kommunen nehmen bei Latouche demnach eine wichtige Rolle beim Wandel zu einer sozial und ökologisch nachhaltigen Gesellschaft ein.1

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Institut Solidarische Moderne: Sozial-ökologischer Umbau

Kommentare, Konzepte und Leitbilder

Das Diskussionspapier „Sozialökologischer Gesellschaftsumbau auf dem Weg in eine Solidarische Moderne“ des Instituts Solidarische Moderne ist in einem Crossover-Prozess entstanden.1 Die Bearbeitung des Papiers oblag Dieter Klein. An der Mitwirkung waren unter anderem Katja Kipping, Andrea Ypsilanti, Sven Giegold und Ulrich Brand beteiligt.

Konzepte sozial-ökologischer Transformation

Konzepte und Leitbilder, Thesen

Im Diskurs um eine sozial-ökologische Transformation werden diverse Konzepte diskutiert. Jedes dieser Konzepte soll dazu beitragen die multiple Krise zu lösen. In diesem Kapitel wird eine Auswahl dieser Konzepte dargestellt. Diese Auswahl basiert auf der Durchsicht zahlreicher Aufsätze zur Transformation (vgl. Kapitel 4.2). Dargestellt werden dabei diejenigen Konzepte, die auf Grund ihrer Rezeption eine gewisse Relevanz innerhalb des Transformationsdiskurses haben. Die Literaturdurchsicht konnte jedoch nicht erschöpfend geleistet werden, so dass die Auswahl auf den Beobachtungen eines Ausschnitts des Transformationsdiskurses beruht (siehe Tabelle 2 im Anhang). Keine Berücksichtigung finden Transformationskonzepte, welche auf Marktmechanismen und technologische Innovationen setzen, da sich die sozial-ökologische Transformation gerade dadurch auszeichnet, dass sie über diese beiden Konzepte hinausgeht.

Der Grüne Wandel – vom Wachstum im Wahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen

Kommentare

Am 22. September findet die Bundestagswahl statt. In den letzten zwei Jahren haben sich alle im Bundestag vertretenen Parteien innerhalb der Enquetekommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ mit der Bedeutung von Wachstum in und für unsere Gesellschaft auseinandergesetzt. Inwiefern finden sich die Erkenntnisse der Enquetekommission in den Programmatiken der jeweiligen Parteien? Wie interpretieren die Parteien die Strategien einer sozial-ökologischen Transformation beziehungsweise einer Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft? Diese Fragen diskutiere ich in den folgenden Beiträgen, indem ich die Wahlprogramme der im Bundestag vertretenen Parteien auf die Fragen hin analysieren. In diesem Beitrag setze ich die Analyse mit dem Wahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen fort.