Paech: Befreiung vom Überfluss

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Niko Paech vertritt in seinem Buch „Befreiung vom Überfluss – Auf dem Weg in eine Postwachstumsökonomie“ drei Thesen:

„Erstens: Unser ohne Wachstum nicht zu stabilisierender Wohlstand ist das Resultat einer umfassenden ökologischen Plünderung. […] Zweitens: Jegliche Anstrengungen, wirtschaftliches Wachstum durch technische Innovationen von ökologischen Schäden zu entkoppeln, sind bestenfalls zum Scheitern verurteilt. […] Drittens: Das Alternativprogramm einer Postwachstumsökonomie würde zwar auf eine drastische Reduktion der industriellen Produktion hinauslaufen, aber erstens die ökonomische Stabilität der Versorgung (Resilienz) stärken und zweitens keine Verzichtsleistung darstellen, sondern sogar die Aussicht auf mehr Glück eröffnen“.1

Institut Solidarische Moderne: Sozial-ökologischer Umbau

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Das Diskussionspapier „Sozialökologischer Gesellschaftsumbau auf dem Weg in eine Solidarische Moderne“ des Instituts Solidarische Moderne ist in einem Crossover-Prozess entstanden.1 Die Bearbeitung des Papiers oblag Dieter Klein. An der Mitwirkung waren unter anderem Katja Kipping, Andrea Ypsilanti, Sven Giegold und Ulrich Brand beteiligt.

WBGU: Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation

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Der WBGU entwickelt seine Transformationsstrategie in seinem Gutachten „Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation“ auf der Basis von Megatrends. Zum einen werden Megatrends des Erdsystems ermittelt wie der Klimawandel oder der Verlust von Ökosystemdienstleistungen. Zum anderen werden Megatrends der globalen Wirtschaft und Gesellschaft ausgemacht. Diese seien gekennzeichnet durch eine zunehmende Entwicklung und Demokratisierung der Schwellenländer. Das Wachstum der Weltwirtschaft gehe einher mit einer zunehmenden Urbanisierung sowie steigendem Land- und Energieverbrauch.1

Sozial-ökologische Krise und imperiale Lebensweise

Konzepte und Leitbilder, Thesen

Die Bearbeitung der sozial-ökologischen Krise, welche durch die Konferenzen in Rio 1992 und Kyoto 1997 an Aufmerksamkeit gewonnen hatte, stagniert derweil wie die Verhandlungen in Rio 20+ gezeigt haben. Das soziale Moment der ökologischen Krise sehen Ulrich Brand und Markus Wissen darin, dass die Umweltprobleme zum einen gesellschaftlich bestimmt würden und ihnen zum anderen gesellschaftliche Verhältnisse zugrunde lägen.1 Natürliche Grenzen, wie sie Rockström mit den planetaren Grenzen beschreibt,2 seien sozial konstruiert, ihnen läge aber zugleich ein realer Kern zugrunde.3

Der Grüne Wandel – vom Wachstum im Wahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen

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Am 22. September findet die Bundestagswahl statt. In den letzten zwei Jahren haben sich alle im Bundestag vertretenen Parteien innerhalb der Enquetekommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ mit der Bedeutung von Wachstum in und für unsere Gesellschaft auseinandergesetzt. Inwiefern finden sich die Erkenntnisse der Enquetekommission in den Programmatiken der jeweiligen Parteien? Wie interpretieren die Parteien die Strategien einer sozial-ökologischen Transformation beziehungsweise einer Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft? Diese Fragen diskutiere ich in den folgenden Beiträgen, indem ich die Wahlprogramme der im Bundestag vertretenen Parteien auf die Fragen hin analysieren. In diesem Beitrag setze ich die Analyse mit dem Wahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen fort.